Die Schülerinnen und Schüler sollen im Informatikunterricht der Klassen 8/9
Im Vordergrund steht die praktische Anwendung der Module Textverarbeitung, Datenbank und Tabellenkalkulation eines "Office-Pakets". Am Ende des Halbjahrs erfolgt eine Einführung in die Webseitenerstellung, die mit einem kleinen Projekt abgeschlossen wird.
Schwerpunkt dieser Halbjahre sind die Methoden der Softwareentwicklung mit Hilfe der Programmiersprache Python. Neben einfachen linearen Programmen werden Schleifenstrukturen (Wiederholungsanweisungen) und Entscheidungsanweisungen zur Erstellung komplexerer Programme verwendet. Im Anschluss an die primitiven Datentypen werden auch zusammengesetzte Datentypen behandelt. Ein wichtiges Lernziel stellt von Anfang an die Methode der schrittweisen Verfeinerung (Top-Down-Programmierung) zur systematischen Entwicklung von Problemlösungsschemata (Algorithmen) dar. Dabei kommen sowohl Funktionen und Module zum Einsatz als auch Elemente der objektorientierten Programmierung. Der Kurs findet seinen Abschluss mit einem Projekt im Umfang von 18-20 Unterrichtsstunden, in dem die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen ein selbst gewähltes Problem selbstständig bearbeiten. In der Vergangenheit wurden beispielsweise Projekte zu Lernprogrammen (Vokabel- oder Rechentrainer), Spielen (Textadventure, Quiz, Karten- und Brettspiele) oder Simulationsprogrammen (Fußballmanager, Dönerbude) realisiert.
Hier wird zunächst der Bereich "Arbeitsweise von Computersystemen" angesprochen. Dazu gehört neben der internen Darstellung/Codierung von Daten als Bitmuster ("Digitalisierung") auch ein kurzer Abstecher in die Schaltalgebra und die Frage nach der Sicherheit bei der Übertragung von Daten. Mit Hilfe eines Simulationsprogramms wird ein Modellcomputer - bestehend aus Rechenwerk, Steuerwerk und Speicherwerk - nachgeahmt, der auf anschauliche Weise den Informationsfluss zwischen diesen Blöcken in einer maschinennahen Codierung darstellt. Der zweite thematische Bereich dieses Halbjahres heißt "Messen, Steuern, Regeln bei technischen Prozessen". Hier kommt ein Simulationsprogramm für eine Ampelschaltung zum Einsatz.
Auch wenn dem Bereich "Rechenfertigkeiten" keine übertriebene Bedeutung zukommt, darf nicht übersehen werden, dass in der Informatik - genau wie in der Mathematik - geradeaus gedacht werden muss und somit die analytisch-logischen Denkweisen von Mathematik und Informatik sehr ähnlich sind. Wer jetzt schon weiß, dass ihm dieses analytisch-logische Denken schwer fällt, sollte genau überlegen, ob Informatik "passt" und allein die Tatsache, dass vielleicht sehr viel (Frei)Zeit am PC verbracht wird und dieses "einfach Spaß macht", sollte nicht ausschlaggebend für die Wahl des Differenzierungsfachs Informatik sein.
Herr Okon, Fachvorsitzender Informatik